So nutzen Sie einen Farbrechner
Lernen Sie, wie Sie unseren Farbrechner zur Schätzung des Farbbedarfs nutzen. Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Tipps für genaue Messungen.
Farbrechner gibt es aus gutem Grund — niemand will jede Wand ausmessen, jedes Fenster abziehen und Quadratmeter-Mathe auf einer Gipskartonplatte kritzeln. Sie müssen nur die richtigen Zahlen eingeben. Hier ist, was wirklich zählt.
Schritt 1: Messen, als ob es drauf ankommt
Schnappen Sie sich ein 25-Meter-Maßband mit Feststellfunktion. Länge und Breite entlang der Fußleisten messen, Ecke zu Ecke. Bei der Höhe an mindestens zwei Stellen messen — Böden setzen sich und Decken sind nicht immer perfekt eben. Alles in Metern aufschreiben, mit Dezimalstellen für Zentimeter.
- L-förmige Räume: In einzelne Rechtecke zerlegen und jedes separat messen.
- Schrägen: Höchsten und niedrigsten Punkt messen. Den Mittelwert nehmen.
- Wandschränke: Wenn Sie innen streichen, zählen sie mit.
Schritt 2: Türen und Fenster richtig zählen
Standard-Innentür: 2 m². Standardfenster: 1,4 m². Was die meisten vergessen — Sie ziehen nur Öffnungen an den Wänden ab, die Sie tatsächlich streichen. Eine raumhohe Glasschiebetür an einer Wand? Das sind etwa 3,9 m² weniger. Französische Türen, große Panoramafenster und Kamine verändern die Zahlen ebenfalls.
Schritt 3: Die richtige Anzahl Anstriche festlegen
Die Anzahl der Anstriche ist keine Geschmacksfrage — sie wird davon bestimmt, womit Sie arbeiten:
- 1 Anstrich: Nur wenn Sie exakt dieselbe Farbe mit Premiumfarbe überstreichen.
- 2 Anstriche (Standard): Deckt 90 % aller Aufträge ab. Gleichmäßige Farbe, keine dünnen Stellen, professionelles Ergebnis.
- 3 Anstriche: Von dunkel auf hell, kräftige Akzentwände, frischer Putz oder Billigfarbe.
Schritt 4: Wissen, was Ihre Farbe tatsächlich deckt
Auf jeder Dose steht 350–400 m² pro Liter. Das sind Laborbedingungen — glatte grundierte Wände, Profi-Auftrag. Ihre Wände sind wahrscheinlich nicht so perfekt:
- Strukturierte Wände (fein, mittel): Erwartete Deckkraft um 10–15 % reduzieren.
- Rauputz oder Ziegel: Können 2–3 Mal mehr Farbe saugen als glatter Putz.
- Unbehandelter Putz: Der erste Anstrich saugt deutlich mehr auf, die effektive Deckkraft sinkt stark.
Schritt 5: Puffer einplanen
Faustregel: 10 % mehr kaufen, als der Rechner ausgibt. Farbe verschwindet in Farbwannen, spritzt auf Abdeckplanen und versickert in Unebenheiten. Mitten an der Wand leer zu sein, ist das Schlimmste — die neue Charge passt farblich vielleicht nicht perfekt und Sie haben einen Streifen an der Wand, den Sie nicht mehr übersehen können.